Dreistes Angebot vom "Bares für Rares"-Moderator: "Komm, wir machen hier schnell einen Deal!"

Skandale hin oder her: "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter kommt bei diesem Sammlerobjekt schnell auf den (Minz-)Geschmack. Er macht der Verkäuferin ein unmoralisches Blitz-Angebot! © 1&1 Mail & Media/teleschau

Horst Lichter stellt die Sachlage um die Porzellan-Dose schnell klar: "Das will ich haben! Komm', wir machen hier schnell einen Deal!" – "Sofort!", stimmt die Verkäuferin zu. Doch als sie das schwache Angebot von zwei Euro hört, zieht sie zurück: "Nee, ein bisschen mehr muss es schon werden!" © ZDF
Die Dose für Pfefferminz-Bonbons hatte der Großvater der Verkäuferin von einem befreundeten Lebensmittelhändler geschenkt bekommen. Mehr Details weiß Verena Lohstöter aus Quickborn allerdings nicht über ihr Mitbringsel. Experte Sven Deutschmanek erläutert, dass es sich um ein Exemplar der Firma Dr. Hillers aus den 1930er-Jahren handelt. © ZDF
Der Werbeslogan "Dr. Hillers Pfefferminz erfrischt den Atem" zielte damals vor allem auf Raucher ab. "Es gab sogar einen Aschenbecher der gleichen Marke mit einem riesigen Bonbon aus Porzellan obendrauf. Das sieht richtig toll aus", erzählt Deutschmanek begeistert. © ZDF
"Soll ich dir was sagen, Sven? Den hab ich!", verrät der Moderator mit einem spitzbübischen Lächeln. "Nein!", lacht der Experte. Doch anscheinend hat Horst Lichter auch eine Leidenschaft für Aschenbecher. "Und die Aschenbecher von Dr. Hillers sind sensationell", schwärmt Lichter. © ZDF
Experte Deutschmanek zufolge genoss die Firma damals jedoch keinen allzu guten Ruf. Es gab Gerüchte um lange Wochenendschichten und "einem Skandal, dass die Hausfrauen, die Bonbons verpackten, wohl auch die Papiere ableckten". Nach diesem Eklat ging die Firma insolvent. Die Produktionsstätte übernahm Haribo. © ZDF
"Oh mein Gott!" Beim Gedanken an abgeleckte Bonbonpapiere verzieht auch Lichter das Gesicht. Doch der Top-Zustand und der sehr gut erhaltene Deckel aus Bakelit bringen Deutschmanek zum Schätzpreis von 150 bis 180 Euro. Die Verkäuferin wäre auch mit 60 bis 80 Euro zufrieden. Und auch Lichter bekundet nochmal: "Ich würde sie wirklich gerne haben!"© ZDF
Im Händlerraum meldet sich Roman Kunkel zu der Dose und strahlt: "Das ist aber schön!" Seine Händlerkollegen Fabian Kahl (rechts) und Christian Vechtel kennen seine Leidenschaft und verzagen: "Oh nein! Roman ist ein Werbe-Sammler!" Ob sie überhaupt eine Chance gegen Kunkel haben?© ZDF
Julian Schmitz-Avila kennt zwar die Marke Dr. Hillers nicht, findet aber dennoch: "Das Döschen macht richtig was her!" Sein Startgebot lautet 80 Euro. Kollege Vechtel erkennt sofort "den Super-Zustand" und bietet fleißig mit. Doch auf jedes Gebot der Konkurrenten setzt Liebhaber Kunkel zehn Euro drauf.© ZDF
Es sieht so aus, als ob sich Kunkel in den Kopf gesetzt hat, das Objekt um jeden Preis zu ersteigern. Das hat auch seine Händlerkollegin Susanne Steiger erkannt, die der Verkäuferin erklärt: "Das überschlägt sich ja hier! Gut für Sie!" © ZDF
"Ja, der Roman will sie haben", gibt sich Händler Vechtel letztendlich geschlagen. Sein Kollege Kunkel gibt mit 250 Euro das letzte Gebot ab und ersteigert die Werbe-Porzellandose für seine Sammlung. "Da freue ich mich!", so Kunkel stolz. Und auch die Verkäuferin ist begeistert, hat sie damit doch das Dreifache ihres Wunschpreises erzielt. © ZDF
Ebenfalls einen neuen Besitzer finden alte Seitenteile von Karren aus Sizilien, die bei Prozessionen eingesetzt wurden. Für die handbemalten Objekte wünscht sich das Verkäuferpaar 200 Euro. Wegen des Alters und des dekorativen Charakters taxiert Detlev Kümmel sogar bis zu 500 Euro. © ZDF
Im Händlerraum muss erstmal die Frage geklärt werden: "Was ist das denn?" Julian Schmitz-Avila weiß die Antwort: "Das sind Seitenteile eines Karrens, wahrscheinlich italienisch." Und so bietet er fleißig mit. Sein einziger Mitbieter: Christian Vechtel, der schnell das Höchstgebot erreicht und die handbemalten Wagenteile am Ende für 400 Euro erwirbt.© ZDF
Dean und Claudia Freynik aus Moers sehen ihr Kännchen für Kondensmilch und Zuckerschale auf einem Tablett als Fehlkauf und wollen bei "Bares für Rares" gern 40 Euro dafür haben. Expertin Heide Rezepa-Zabel taxiert die drei Stücke, die original nicht zusammengehören, auf den Wunschpreis.© ZDF
Die versilberten Objekte aus den 1960er-Jahren sorgen im Händlerraum für keine allzu große Überraschung, obwohl Susanne Steiger die "Versteckkanne" für Kondensmilch noch gar nicht kannte. Dennoch zahlt Roman Kunkel nicht mehr als 50 Euro für die Rahmengarnitur. © ZDF
Juliane Rettner aus Weil am Rhein hat ein kurioses Objekt dabei, das im ersten Moment "nur Blödsinn im Kopf" bei Lichter wachruft. Doch Experte Kümmel zufolge handelt es sich um einen Nürnberger Trichter in Form eines Kerzenhalters. Die Darstellung zeigt eine nackte Muse, die einem Mann Wissen "eintrichtert". © ZDF
Für das Objekt, das zwischen 1920 und 1950 hergestellt wurde, wünscht sich die Verkäuferin 100 Euro. "Allein für den Witz würde ich 100 Euro bezahlen", meint Lichter. Und auch Experte Kümmel sieht den Verkaufspreis ähnlich zwischen 80 bis 100 Euro. © ZDF
Fabian Kahl datiert das "Jugendstil"-Objekt sogar etwas früher auf 1890 und findet es "außergewöhnlich interessant". Nachdem die Verkäuferin die Geschichte des Denkers und seiner Muse erzählt hatte, zahlt Kahl am Ende sogar satte 220 Euro für den "total kuriosen" Zinkguss. © ZDF
Eine schwere Buchpresse aus Messing war im Familienbesitz eines Biologen als Presse für Blätter und auch Insekten wie Schmetterlinge genutzt worden. "Die armen Tiere!", schluchzt Lichter. Laut Deutschmanek wurde die Buchpresse auch in Adelshäusern zweckentfremdet, um Wäsche zu glätten und zu komprimieren. Er schätzt den Wert auf 100 bis 150 Euro. © ZDF
Der Verkäufer wäre auch mit 50 Euro glücklich. Händler Schmitz-Avila (rechts) findet das Stück jedoch "sehr dekorativ" und startet sogleich mit 100 Euro. Doch Roman Kunkel liefert mit 170 Euro das Höchstgebot für die Presse: "Die ist wunderschön und passt super in den Hofladen."© ZDF
Als Lichter das imposante Armband von Claudia Holzberger aus Langenargen sieht, verschlägt es ihm fast die Sprache: "Uiuiui!" So ein "dolles Münzarmband" hat der Moderator noch nie gesehen. Auf den einzelnen Medaillen ist die erste Mondlandung von 1969 abgebildet. Allein der Goldwert liegt bei 3.600 Euro. © ZDF
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