Ermittler-Typologie: Carl Mørck – Der knurrige Däne

Empathie? Fehlanzeige

Jussi Adler-Olsens Vizekriminalkommissar Carl Mørck ist kein typischer Sympathieträger. Kein glänzender Held mit hohen Moralvorstellungen und ehrenwerten Absichten. Mørck ist bequem bis faul, meist übellaunig, schroff zu seiner Umwelt. Empathie: Fehlanzeige.

Ein gebrochener Mann

Zumindest auf den ersten Blick. Natürlich hat Mørck, tätig bei der Mordkommission in Kopenhagen, auch eine weiche Seite. Ist für seine Freunde und seinen Stiefsohn da, übernimmt Verantwortung und sehnt sich nach einer erfüllten Beziehung. Ist aber leider nicht in der Lage, eine solche zu führen.

Der junge Mørck mag anders gewesen sein, ein ehrgeiziger Polizist mit Ehefrau und Träumen. Doch er erleidet ein Trauma: Bei einem Einsatz wird ein Freund und Kollege getötet, ein anderer ist seitdem querschnittsgelähmt. Diese Erfahrung lässt den Kommissar komplett verändert zurück. “Backstory Wound” wird das in der Dramaturgie genannt: Eine tiefe Verletzung in der Vorgeschichte der Hauptfigur erklärt ihr heutiges Verhalten. Als Leser versteht man aufgrund der Vorgeschichte gut, warum dieser Ermittler ein gebrochener Mann ist.

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Erbarmen: Der erste Fall für Carl Mørck

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