„Dorf muss einem etwas wert sein“
23rd September 2019
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AlsBürgermeister einer kleinen Gemeinde wie Viktorsberg ist man Ansprechpartnerfür Alles.

Viktorsberg. Bürgermeister Philibert Ellensohn spricht im VN-Interviewüber personelle Veränderungen und zukünftige Pläne.

Was gibt es Neues in Viktorsberg?

Einen Babyboom wie vorzwei Jahren haben wir zwar nicht – damals erblickten 12 junge Viktorsberger dasLicht der Welt – dennoch sind wir weiterhin eine wachsende Gemeinde. DieNachfrage nach Wohnraum ist gerade von jungen Familien sehr groß. Leider verzögertsich der Baustart bei der geplanten Wohnanlage weiterhin – es müssen erst dienotwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Einige Projekte sind in derVorbereitungsphase aber noch nicht spruchreif – die Amtswege sind lang. Es isteine weitere Grundzusammenlegung im Bölsweg geplant, insgesamt handelt es sichdabei um 10.500 Quadratmeter. Wir sind gerade am Umlegungsverfahren dran undich hoffe, dass wir das noch heuer über die Bühne kriegen. Man muss immer guterDinge sein und die Sachen optimistisch sehen.

Welche Themen beschäftigen Sie derzeit?

Wiealle Gemeinden sind wir gesetzlich verpflichtet einen räumlichenEntwicklungsplan bis 2022 zu erstellen. Hierbei setzen wir auf interkommunaleKo-operation und haben uns mit den anderen Berggemeinden Fraxern, Laterns undÜbersaxen zusammengetan. Gemeinsam werden wir ein Raumplanungsbüro mit derREP-Erstellung beauftragen – dies soll in Abstimmung mit dem regionalenräumlichen Entwicklungskonzept (regREK) erfolgen. Was uns direkt im Gemeindeamtbeschäftigt ist der bevorstehende Ruhestand unserer langjährigenGemeindesekretärin Judith Kabasser nächstes Jahr. Gerade für eine so kleineGemeinde ist ihre Funktion unglaublich wichtig – Frau Kabasser ist dieDrehscheibe der Gemeinde und weiß über alles Bescheid. Weitere personelleÄnderungen haben wir auch im Kindergarten: Brigitte Marte ist in den Ruhestandgetreten und Christina Hofer hat die Leitung übernommen.

Sind infrastrukturelle Investitionen geplant?

Natürlich muss manlaufend in die Infrastruktur investieren. Auch hier ist einiges in derVorbereitung. Eine große Wegsanierung wird noch heuer im Herbst umgesetzt,hierbei geht es um die Sanierung des Breitenwaldweges vom Abzweig Latora bisGurglran.

Wie schauen Ihre Pläne im Hinblick auf dieGemeinderatswahlen aus?

Das ist eine gute Frage, die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht beantworten kann. Es gilt öffentliche und private Interessen abzuwägen. Das Bürgermeisteramt einer so kleinen Gemeinde ist herausfordernd, da man Ansprechpartner für alles ist. Da braucht es schon viel Idealismus und das Dorf muss einem etwas wert sein. Ich kann mir schon vorstellen, noch einmal zu kandidieren – eine volle Periode werde ich jedoch sicher nicht mehr machen.

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