Zwei Dotter in einem Ei: Kann man Doppeldotter-Eier bedenkenlos essen?

Doppeldotter soll Glück bedeuten

Wer zwei Eigelbe in einem Ei findet, darf sich, laut einem Aberglauben, freuen. Denn der doppelte Dotter soll auf eine baldige Hochzeit oder eine Zwillingsgeburt hindeuten. Doch wie entstehen die zwei Eigelbe und kann man solche Eier ganz bedenkenlos essen? Wir klären auf.

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Wie entstehen Doppeldotter?

Doppeldotter entstehen meist, wenn die Legehenne noch recht jung ist. Denn Hühner verfügen, im Gegensatz zum Menschen, über nur einen Eierstock. Bei jungen Hühnern kann es bei der Eidotterproduktion durch Hormonschwankungen noch häufiger zu dem Überschuss kommen. Dann werden die zwei Eidotter durch den einen Eileiter geschickt und bekommen am Ende nur eine „Verpackung“. Auch bei großen Huhnrassen kann das öfter vorkommen.

Da Eier, die im Handel angeboten werden, nicht befruchtet werden, können aus ihnen im übrigen auch keine eineiigen Hühnerzwillinge entstehen. Und selbst wenn die Eier mit Doppeldotter befruchtet würden: Die Menge an Nährstoffen sowie der Platz im Ei würde nicht dafür ausreichen, dass sich daraus zwei Küken entwickeln könnten. Für die Legehennen selbst bedeuten Eier mit Doppeldotter allerdings einen riesigen Kraftakt, denn sie sind meist viel größer als normale Eier.

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Kann man Eier mit Doppeldotter bedenkenlos verzehren?

Über die Qualität des Eis sagt der Doppeldotter nichts aus. Sie können das Ei mit den zwei Eigelben also bedenkenlos essen und zu anderen Speisen weiterverarbeiten – zum Beispiel zu leckeren Pfannkuchen oder diesem himmlisch-fluffigen japanischen Soufflé-Käsekuchen.

Wer seine Eier nicht direkt beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt, sondern im Supermarkt kauft, stößt übrigens nur höchst selten auf einen Doppeldotter. Das liegt daran, dass Supermarkt-Eier vor dem Verkauf durchleuchtet und solche mit zwei Eigelben aussortiert werden.


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