Die Kino-Tipps im November

Im November wird es monumental über dystopisch bis hin zu fantastisch – und stets kämpferisch. Mit "The Marvels" meldet sich das MCU zurück und verbindet Film-Heldin Captain Marvel mit Miniserien-Reckin Ms. Marvel. In "The Ballad of Songbirds and Snakes" wird eine Woche später die Vorgeschichte der "Tribute von Panem"-Reihe erzählt, dank der einst Jennifer Lawrence, 33, den Durchbruch in Hollywood feiern durfte. Zum Abschluss schickt Ridley Scott, 85, die Filmfans in turbulente Schlachten und eine noch turbulentere Liebesbeziehung: Sein Monumentalepos "Napoleon" erobert die Leinwand.

„The Marvels“, 8. November

Es kristallisiert sich ein neues und dynamisches, wenn auch recht ungleiches Trio im MCU heraus: Nachdem Carol Danvers alias Captain Marvel (Brie Larson, 34) zunächst ihre Identität wiedererlangen und dann dabei helfen konnte, Schurke Thanos zu besiegen, muss sie sich in "The Marvels" mit ihrem Superfan Ms. Marvel (Iman Vellani, 21) und ihrer Nichte Monica Rambeau (Teyonah Parris, 36) herumschlagen. Denn aus einem zunächst unerfindlichen Grund sind die Kräfte der drei Powerfrauen miteinander verschmolzen. Um das instabil gewordene Universum einmal mehr zu retten, müssen die drei lernen, an einem Strang zu ziehen.

Einschätzung:

Marvel schickt seine nächste Helden-Vereinigung in den Einsatz und setzt dabei mehr denn je auf Frauenpower. Gerade die stets etwas unterkühlt wirkende Captain Marvel und die quirlige Ms. Marvel könnten sich in diesem Match-up wider Willen bestens ergänzen. Zugleich wird sich jedoch auch zeigen, ob das Kino-Publikum nicht doch allmählich etwas Superhelden-müde wird. Zumindest Marvel musste sich in dieser Hinsicht bislang noch keine Sorgen machen.

„Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“, 16. November

Jahrzehnte vor Katniss Everdeen wird die junge Tributin Lucy Gray Baird (Rachel Zegler, 22) gezwungen, an den mörderischen, zehnten Hungerspielen teilzunehmen. Der 18-jährige Coriolanus Snow (Tom Blyth, 28) nimmt sich als Mentor ihrer an, und verliebt sich in die charismatische junge Frau. Über die Hungerspiele herrscht derweil die Schurkin des Films, Dr. Volumnia Gaul (Viola Davis, 58), die den ursprünglich von Casca Highbottom (Peter Dinklage, 54) erfundenen, tödlichen Wettkämpfen eine neue, spektakuläre Form zu geben versucht.

Einschätzung:

Auch das "Tribute von Panem"-Franchise geht einen zuletzt häufiger beschrittenen Weg und lässt auf eine erfolgreiche Reihe die dazugehörige Vorgeschichte folgen. Die dystopische wie brutale Welt der Tribute dürfte einmal mehr ins Kino locken, wenn auch unter deutlich schwierigen Vorzeichen als das Original. Denn während Fan-Liebling Jennifer Lawrence keine Rolle in "Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes" spielt, hatte sich zuletzt ausgerechnet die neue Hauptdarstellerin Rachel Zegler mit ihren Aussagen zu ihrem Part in der Märchenverfilmung "Snow White" in den Augen vieler Filmfans gehörig in die Nesseln gesetzt.

„Napoleon“, 23. November

Durch seine ebenso raffinierte wie skrupellose Herangehensweise steigt Napoleon Bonaparte (Joaquin Phoenix, 48) binnen kürzester Zeit vom Heerführer zum französischen Kaiser auf. Abseits des Schlachtfelds interessiert ihn hingegen nur eines: Joséphine de Beauharnais (Vanessa Kirby, 35). Mit seiner einzig wahren Liebe, die an seine Seite zur Kaiserin wird, verbindet Napoleon eine ebenso leidenschaftliche wie zerstörerische Beziehung. Führt das strategische Genie womöglich an gleich zwei Fronten einen aussichtslosen Kampf?

Einschätzung:

Neben dem Sci-Fi-Genre, eindrucksvoll mit "Blade Runner" und "Alien" bewiesen, zählt vor allem der Monumentalfilm zu Ridley Scotts Steckenpferden. Nach "Gladiator" (ebenfalls mit Phoenix) und "Königreich der Himmel" widmet er sich in seinem neuen Film dem vielleicht berühmtesten Feldherren der Menschheitsgeschichte: Napoleon Bonaparte. Es mag kein leichtes Unterfangen sein, dem berühmt-berüchtigten Kaiser Frankreichs ein filmisches Denkmal zu erbauen, das ihn zugleich nicht zu sehr glorifiziert. Zum Glück kann sich Scott aber auf seinen Hauptdarsteller verlassen – in der Regel versteht es Phoenix bestens, mit komplexen Figuren umzugehen.

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