Warum der Follower-Absturz Harry wohl mehr schmerzt als Meghan

  • Prinz Harry und Herzogin Meghan haben innerhalb eines Jahres 700.000 Instagram-Follower verloren.
  • William, Kate und die Queen wiederum konnten einige neue Follower auf der Social-Media-Plattform gewinnen.
  • Ein Adelsexperte erklärt, woran das liegen könnte.

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Diese Nachricht dürfte im fernen Kalifornien im Kreise der Sussex-Familie zumindest für eine gewisse Verwunderung gesorgt haben. Wie die KI-Analyseplattform „HypeAuditor“ nach Angaben der englischen „The Sun“ ermittelte, haben Prinz Harry und Herzogin Meghan innerhalb eines Jahres 700.000 Instagram-Follower verloren – während sich William und Kate diesbezüglich steigern konnten. Der Kanal @sussexroyal steht somit aktuell „nur“ noch bei 10,1 Millionen Abonnenten (Stand: 24. August 2021).

Adelsexperte Begasse: „Es ist kein Drama, aber ein kleiner Dämpfer“

Wie aber kam es zu diesem Follower-Absturz? Welche Lehren sollte das Paar daraus ziehen? Und wie schwer trifft die beiden diese Datenauswertung wirklich? Dazu haben wir Michael Begasse befragt. „Es ist kein Drama, aber ein kleiner Dämpfer“, erklärt der RTL-Adelsexperte und weist einordnend darauf hin, dass es sich um einen Rückgang von weniger als zehn Prozent handelt.

Seiner Einschätzung nach könnte diese Auswertung vor allem den 36-Jährigen zum Nachdenken bringen. „Harry bereitet es vermutlich mehr Magenschmerzen als Meghan“, prognostiziert Begasse. Die Herzogin, die Anfang August ihren 40. Geburtstag feierte, sei als Schauspielerin ein Auf und Ab bei Follower-Zahlen eher gewohnt, sie kenne dieses schnelllebige Geschäft genau.

Harry wiederum habe einen ganz anderen Hintergrund als ehemaliger A-Royal. „Ihm war es nie wichtig, wie er von Außen bewertet wird, weil er quasi nie zur Wahl stand. Er hat nie eine Leistung vollbracht, die man hätte mit einem Like honorieren können“, nennt der TV-Experte die Unterschiede zwischen den beiden Eheleuten.

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Instagram-Abonnenten: Harry & Meghan verlieren, William, Kate und die Queen gewinnen

Seit er 2020 seine royalen Pflichten aufgegeben hat und mit seiner Familie in die USA ausgewandert ist, steht die Nummer sechs der britischen Thronfolge für ein neues Leben nach der Royal Family. Daran wird er gemessen. Laut Begasse wird Harry „nun damit konfrontiert, dass dieser Weg vielleicht nicht jedem gefällt“.

Nimmt man die Datenanalyse als Indikator, dann nehmen William und Kate in Sachen Beliebtheit zurzeit eine gegenteilige Entwicklung. Der Follower-Trend der Cambridges zeigt nach oben – rund 13 Millionen Abonnenten (ein Anstieg von einer Million Follower innerhalb eines Jahres) interessieren sich für die neuesten News aus Williams Familie.

Die Queen konnte den Social-Thron zwar nicht erklimmen, durfte sich jedoch ebenfalls um einen Abonnenten-Zuwachs von 1,3 Millionen in den zurückliegenden zwölf Monaten freuen. Der Instagram-Account der Royal Family bringt es auf 10,3 Millionen User – etwas mehr als @sussexroyal.

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Begasse: Darum ist jede Diskussion über die Abschaffung der Monarchie obsolet

Wie Begasse erläutert, sei dieser Trend grundsätzlich ein gutes Zeichen mit Blick auf den Stellenwert des Königshauses: „Diese Werte von William, Kate und der Queen zeigen mir, dass jede Diskussion über die Abschaffung der britischen Monarchie obsolet ist.“

Es gebe eine breite Unterstützung – und zwar nicht nur von älteren Menschen, sondern offensichtlich auch von der jüngeren Generation, die auf Instagram und Co. sehr aktiv ist. „Ich sehe es auch bei unseren Zuschauerzahlen. Wenn wir bei RTL über die Royals berichten, dann schalten viele junge Menschen ein“, freut sich der 55-Jährige.

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Wofür steht die Marke „Sussex“ überhaupt?

Heißt das im Umkehrschluss, dass sich Harry und Meghan mit ihrem Abschied aus London ins eigene Fleisch geschnitten haben? „Nein!“, sagt Begasse, der die räumliche Trennung nicht als Grund für den Follower-Schwund gelten lassen möchte.

Vielmehr gehe es um „Glaubwürdigkeit“, die Harry und Meghan zuletzt zwar nicht gänzlich vermissen ließen, jedoch in Zukunft stärker herausarbeiten müssen. „Sie sollten sich inhaltlich korrigieren. Eine deutlichere Fokussierung ist notwendig. Wofür steht die Marke ‚Sussex‘ überhaupt? Sie wollen eine bessere Welt. Das ist ein guter Ansatz, doch das Label, das sie sich selbst gegeben haben, ist zu breit aufgestellt“, schlussfolgert Begasse und konkretisiert: „Manchmal machen die beiden auf mich den Eindruck, dass sie kurz vor Mutter Teresa sind.“

Wenn man die Messlatte so hochlege, müsse man auch drüberspringen. „Das gelingt Harry nicht immer. Es gelingt ihm, wenn es um Tierschutz und Kinder geht – da empfinde ich ihn als sehr glaubwürdig. Für Meghan trifft selbiges zum Beispiel in Bezug auf das Thema Frauenrechte zu. Aber: Wenn Harry sich öffentlichkeitswirksam um das Klima sorgt, dann aber mit einem Privatflieger von A nach B jettet, muss er sich zumindest eine Kritik gefallen lassen.“

Harrys Dilemma ist zugleich seine große Chance

Umso glaubwürdiger die Inhalte, desto höher die Follower-Zahl? Diese Gleichung könnte zumindest mittel- oder langfristig aufgehen. Diese Einschätzung teilt auch der RTL-Reporter, der den Sussex‘ folgende Empfehlung mit auf den Weg gibt: „Ich würde es glaubwürdig finden, wenn Harry und Meghan mit ihrer kleinen Familie zum Beispiel nach Simbabwe gehen würden, um dort vor Ort Naturschutz zu betreiben oder die Bildung voranzutreiben.“

Vor allem Harry muss seinen Weg noch finden, um andere davon nachhaltig begeistern zu können. „Meghan ist am Ziel ihrer Träume angekommen“, erklärte Begasse unserer Redaktion bereits anlässlich des 40. Geburtstages der Herzogin. Sie habe zwei gesunde Kinder, wohne in ihrem Heimatland und habe jederzeit die Möglichkeit, in ihren Beruf als Schauspielerin zurückzukehren. „Harry kann nicht so einfach zurück. Das ist sein Dilemma – und zugleich seine große Chance“, sagt Begasse.

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