Im Gespräch über die Thronfolge kommen Prinzessin Victoria die Tränen

Neue Doku über König Carl XVI. Gustaf

Im Gespräch über die Thronfolge kommen Prinzessin Victoria die Tränen

Das schwedische Königshaus ist bei seinem Volk beliebt wie kaum ein anderes. Das liegt auch daran, dass sich die Royals rund um König Carl Gustaf (76) ehrlich und nahbar zeigen. Diese Tatsache unterstreichen Szenen aus einer neuen Dokumentation, in der sich Kronprinzessin Victoria (45) emotional wie selten zuvor zeigt: Im Gespräch über die Thronfolge des Königshauses kommen ihr sogar die Tränen.

Was bedrückt Prinzessin Victoria so sehr, dass sie weinen muss?

Zwei Jahre lang durfte die Filmproduzentin Karin af Klintberg (50) den schwedischen König bei seiner Arbeit begleiten – und das als erste Journalistin überhaupt! Entstanden ist daraus die Dokumentation „Kungen“ (zu Deutsch: „König“), die tiefgründige Einblicke hinter die Palastmauern gibt. Und obwohl der Film erst am 24. Februar 2023 erscheint, sorgt er schon vorher für Aufsehen. Denn natürlich wirkte nicht nur der König selbst, sondern auch seine Familie rund um Königin Silvia (79) und Prinzessin Victoria an der Dokumentation mit.

Im Gespräch über die schwedische Thronfolge sollen der Kronprinzessin sogar die Tränen gekommen sein, wie das Nachrichtenportal „Hänt“ berichtet. Im Gespräch mit Karin af Klintberg soll Victoria besonders emotional geworden sein, als sie an den Tag dachte, an dem sie den Thron erben wird. Das soll die Regisseurin im Gespräch mit dem schwedischen Magazin „Expressen“ berichtet haben, auf das sich „Hänt“ beruft. Denn Victoria kann nur Königin werden, wenn ihr Vater, König Carl Gustaf, stirbt. In ihrer Familie würde man darüber aber nicht sprechen, verriet die Kronprinzessin.

„Sowohl [Prinzessin Victoria] als auch ich saßen mit einer Träne in den Augen da“, erinnert sich af Klintberg. „Es ist nie leicht, über den Tod der eigenen Eltern nachzudenken, und man tut das nicht gern. Und in ihrem Fall findet sie sich im Dienst wieder, wenn sie mitten in der Trauer ist und ein geliebter Mensch gerade gestorben ist.“

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"Keine leichte Situation: Wenn man sich verstecken möchte & sich stattdessen zeigen soll"

Obwohl Prinzessin Victoria fast ihr gesamtes Leben lang auf ihre Arbeit als zukünftige Königin Schwedens vorbereitet wurde, fällt ihr der Gedanke an den Tod ihrer Eltern natürlich alles andere als leicht. „Das ist eine ganz besondere Situation: Wenn man mitten in der Trauer ist und alle Augen der Welt auf einen gerichtet sind. Wenn man sich am liebsten verstecken und allein sein möchte und man sich stattdessen zeigen soll“, erklärt Regisseurin af Klintberg.

Diese Szenen zeigen genau das, wofür die Schwedinnen und Schweden ihre Königsfamilie so sehr lieben: Die Royals stehen für Einigkeit, Familie und Liebe – egal, was passiert. Nachdem König Carl Gustaf vor wenigen Wochen mit der Aussage Aufsehen erregte, er würde die 1980 beschlossene Neu-Regelung der Thronfolge bereuen, dürften viele Royal-Fans eher eine hinter den Kulissen zerstrittene Königsfamilie erwartet haben. Als Prinzessin Victoria mit der Geburt von Prinz Carl Philip (43) im Jahr 1979 einen jüngeren Bruder bekam, rutschte sie automatisch auf Platz zwei der Thronfolge. Damals galt noch die Regel, dass Söhne als Erben den Töchtern vorgezogen werden – auch, wenn die Mädchen älter sind. 1980 wurde dann die Geschlechtergleichheit festgelegt, nach der Victoria als erstgeborenes Kind des Königs auch Kronprinzessin wurde. Carl Philip rutschte nach rund einem Jahr als Nummer eins der Thronfolge herunter auf den zweiten Platz.

In einer TV-Dokumentation sagte König Carl Gustaf, er fände diese Veränderung „als Elternteil schrecklich“ und ungerecht. Und obwohl er kurz nach diesen Aussagen wieder zurückruderte, dürfte es für Kronprinzessin Victoria mindestens ein kleiner Stich ins Herz gewesen sein. Den haben sie und ihr Vater Carl Gustaf allem Anschein nach aber restlos verarbeitet und beseitigt. Und machen damit vor, was für alle Familien gelten sollte: Es zählt nur, was ist. (cre)

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