Herzogin Meghan räumt auf: Neue Allianzen? Sie tauscht Oprah Winfrey & Co. aus

Als Herzogin Meghan, 42, und Prinz Harry, 39, im Jahr 2020 das britische Königshaus und die damit verbundenen Pflichten hinter sich ließen, war sie der Anker im selbstgewählten amerikanischen Exil, der ihnen eine Stimme verlieh: Die legendäre US-Talkshow-Gastgeberin Oprah Winfrey, 69, gab den Royals im März 2021 eine Plattform, um ihre Sicht auf den Bruch mit der Royal Family einem weltweiten Publikum schildern zu können. Doch die einstige Verbündete scheint nun nicht mehr ins Bild zu passen – buchstäblich. Denn als die Herzogin von Sussex am 16. November 2023 bei der Gala "Variety Power of Women 2023" in Los Angeles für die Fotograf:innen posierte, gab es für die Moderatorin augenscheinlich keinen Platz mehr neben ihr.  

Herzogin Meghan strahlt an der Seite von Hollywoods Entscheiderinnen

Stattdessen lächelte Meghan an der Seite weitaus mächtigerer Macher in Hollywood: Sie suchte die Nähe von den Top-Bossen der Film-Industrie. Beim edlen Dinner strahle sie mit der Universal- Vorsitzenden Pearlena Igbokwe in die Kameras. 

Und auch mit der Filmproduzentin Janet Yang, die unter anderem bereits mit Star-Regisseur Steven Spielberg, 76, gearbeitet hat und aktuell als Präsidentin der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für die Organisation der Oscars verantwortlich ist, zeigte sie sich eng. 

Auffällig: Die Nähe zu Oprah Winfrey, die an jenem Abend vor dem erlesenen Branchen-Publikum eine Rede hielt, suchte sie nicht. Und auch Stars wie Billie Eilish, 21, Dua Lipa, 28, Margot Robbie, 33, und Carey Mulligan, 38, erregten ihre Aufmerksamkeit offenbar nur am Rande. 

Selbst Hollywoodstar Leonardo DiCaprio, 49, der am Nebentisch der Royal saß, konnte keinen gemeinsamen Erinnerungsschnappschuss mit der Schwiegertochter von König Charles, 75, ergattern. Meghan fokussierte zu diesem Anlass die großen Player, plauderte angeregt mit Pearlena Igbokwes Team, zu dem Erin Underhill, die Präsidentin von Universal Television, Tracy St. Pierre, die Kommunikations- und Marketingchefin von Universal Studio, und Veronika Vandenberg, die Präsidentin des Vertriebsgeschäfts von Universal, zählen. Geballte Frauenpower mit Machtpotential. 

Verzweifelte Suche nach neuen Projekten

Ein cleverer Schachzug, schließlich gilt es für Meghan, neue Wege zu erschließen. Erst im Juni dieses Jahr platzte ihr Deal mit Spotify. Eine zweite Staffel ihres Podcasts "Archetypes" fiel somit ins Wasser. Der Streamingdienst Netflix wartet nach der aufsehenerregenden Doku-Reihe "Harry & Meghan" auf weitere durchschlagende Projekte der Sussexes. Doch es mangelt offenbar an guten Ideen. "Es besteht kaum ein Zweifel, dass es für die Sussexes nicht besonders gut läuft. Sie treten im Moment auf der Stelle", erklärte jüngst Königshausexperte Richard Fitzwilliams gegenüber "Daily Express".

Bislang steht angeblich nur ein Projekt mit Erfolgsaussichten an. Das Unternehmen der beiden Royals, Archewell Productions, hat sich die Rechte an dem New-York-Times-Bestseller "Meet Me at the Lake" gesichert. Gemeinsam mit Netflix soll nun eine Verfilmung des Stoffs realisiert werden. Weitere zündende Ideen? Fehlanzeige! "Es besteht die Möglichkeit, dass Harry ein weiteres Buch herausbringen könnte, aber 'Spare' und die Interviews haben sie von der königlichen Familie abgeschnitten, und es ist völlig klar, warum. Die ganze Sache hat sich als eine sehr schlechte Idee erwiesen", so Fitzwilliams. 

„Suits“ bricht Streamingrekorde

Aktuell setzt Meghan deswegen mutmaßlich auf längst vergangene Erfolge, die aktuell allerdings noch immer ihre Wirkung zeigen. Mit der Serie "Suits" wurde die ehemalige Schauspielerin in der Rolle der Anwaltsgehilfin Rachel Zane einem großen Publikum bekannt. Im Sommer nahm Netflix den von 2011 bis 2019 in neun Staffeln abgedrehten TV-Hit ins Programm – und die Verantwortlichen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Bildschirm-Comeback brach innerhalb kürzester Zeit Rekorde, wurde in sieben aufeinanderfolgenden Wochen mehr als drei Milliarden Minuten gestreamt. Ein starkes Pfund, das der Herzogin nun offenbar Aufwind gibt. 

Seit dem Autorenstreik in Hollywood, der erst Ende September nach fünf Monaten beendet wurde, suchen die Studios dringen nach neuen Stoffen. Eine Rückkehr der Royal als Schauspielerin? Was noch bis vor ein paar Monaten undenkbar schien, könnte nun eine Option für Meghan sein. Noch bestreitet der Sprecher der Sussexes derartige Pläne, doch ihr offensichtlicher Drang, Kontakte in die höchsten Etagen der Filmindustrie zu knüpfen, könnte ein Indiz für eine neue Offenheit seitens der früheren Actrice sein. 

Schauspielcomeback könnte die Sussex’sche Kasse füllen

Der Marken- und Kulturexperte Nick Ede schließt solche Überlegungen der Frau von Prinz Harry gegenüber "Daily Mail" nicht aus. Meghan könnte bis zu 1 Million Pfund (circa 1,1 Millionen Euro) pro Folge bei einem Serien-Comeback verdienen. Ein Film würde angeblich rund 2 Millionen (etwa 2,3 Millionen Euro) in die Haushaltskasse der Sussexes spülen. Dazu kämen noch die Tantiemen. Kein schlechter Deal. 

"Da der SAG-Streik [Streik der Screen Actors Guild, der Gewerkschaft der Schauspieler; Anmerkung der Redaktion] vorbei ist, produziert Hollywood mit Hochdruck neue Inhalte, und Meghan profitiert von der Tatsache, dass 'Suits' ein Überraschungshit auf Netflix ist und eine neue Generation von Fans gefunden hat, und möchte zu ihrer ersten Liebe, der Schauspielerei, zurückkehren", glaubt Ede. "Eine Rolle in einem Film oder einer wiederkehrenden Serie ist nicht nur lukrativ, sondern könnte Meghan als ernstzunehmende Akteurin in Hollywood etablieren, wo sie auch schauspielern und produzieren könnte. Sie hat immer gesagt, dass sie die Schauspielerei liebt, und eine Rolle zu spielen, könnte die perfekte Möglichkeit für sie sein, ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen und in einer Hauptrolle zu glänzen."

Ede vermutet, dass Meghan bereits ihre Fühler ausstreckt hat und die "Variety"-Gala für sie der perfekte Ort war, um wertvolle Kontakte zu knüpfen: "Sie ist eine gewiefte Spielerin, und dieser Machtwechsel wird ihre Stärken ausspielen. Mit ihren Anspielungen auf 'Suits" und ihrem Posieren mit einigen von Hollywoods Elite-Powerfrauen geht sie in eine Richtung, die ihr Millionen einbringen könnte und vielleicht sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame." Ob Oprah Winfrey dann beim Enthüllen des Ehrensymbols für besondere Leistungen an ihrer Seite sein würde, bleibt nach diesem denkwürdigen Abend der augenscheinlichen Distanz allerdings mehr als fraglich. 

Verwendete Quellen: express.co.uk. dailymail.co.uk, deadline.com

 

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