Serena Williams kämpfte nach der Geburt ihrer Tochter ums Überleben: „Fühlte mich, als würde ich sterben“

Und plötzlich musste sie um ihr eigenes Leben bangen

Serena Williams kämpfte nach der Geburt ihrer Tochter ums Überleben: „Fühlte mich, als würde ich sterben“

2017 ist Serena Williams (40) zum ersten Mal Mama geworden – doch die Geburt der kleinen Alexis Olympia (4) hätte der Tennisstar beinahe selbst nicht überlebt. „Ich wäre nach der Geburt meiner Tochter fast gestorben“, hatte sie bereits ein paar Monate nach der Entbindung erklärt. Jetzt spricht sie aber erstmals ausführlich über den eigentlich schönsten Moment ihres Lebens, der plötzlich zum absoluten Horror wurde.

Emotionale Zeilen von Serena Williams

In einem Essay, das Serena für die „Elle“ verfasst hat, erinnert sie sich an den Tag zurück, an dem ihr Baby das Licht der Welt erblickt hat. Die Sportlerin hatte eigentlich davon geträumt, ihr Töchterchen natürlich zu entbinden. Nachdem sie eingeleitet werden musste, setzen endlich die Wehen ein. „Und es war großartig! Ich weiß, dass man so etwas nicht sagen sollte, aber ich habe es genossen, die Arbeit der Wehen. Ich war ganz in diesem Moment. Ich liebte die Krämpfe. Ich liebte das Gefühl, wie mein Körper versuchte, das Baby herauszupressen. Ich bekam keine Epiduralanästhesie. Um das durchzustehen, nutzte ich meinen Atem und all die Techniken, die ich in der Geburtsvorbereitung gelernt hatte (ich hatte jeden Geburtsvorbereitungskurs besucht, den das Krankenhaus zu bieten hatte)“, erklärt sie den Lesern.

Doch Serenas Kampfgeist reichte nicht aus – das Baby musste anschließend doch per Kaiserschnitt geholt werden. Und danach begann erst der schlimmste Teil…

„Vieles von dem, was danach geschah, ist immer noch verschwommen“

Nach dem Eingriff versuchte sich die frischgebackene Mutter zu erholen – doch es ging ihr gar nicht gut. Sie hat ein erhöhtes Risiko, Blutgerinnsel zu bilden und merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. „Ich fragte eine Krankenschwester: ‘Wann beginne ich mit meinem Heparin-Tropf? Müsste ich das nicht jetzt schon bekommen?’“, erinnert sich Serena zurück. Trotz Nachfrage bekam sie den Blutverdünner nicht, da dieser Blutungen in der Kaiserschnittwunde verursachen hätte können: „Dennoch hielt ich es für wichtig und drängte weiter. Die ganze Zeit über hatte ich unerträgliche Schmerzen. Ich konnte mich überhaupt nicht bewegen – nicht meine Beine, nicht meinen Rücken, nichts.“ Daraufhin begann sie heftig zu husten. „Ich konnte nicht mehr atmen. Ich hustete, weil ich einfach nicht genug Luft bekam“, schildert sie weiter. Daraufhin ist ihre Narbe am Bauch aufgeplatzt, die operativ wieder geschlossen werden musste.

„Ich ahnte nicht, dass dies die erste von vielen Operationen sein würde. Ich hustete nicht umsonst. Ich hustete, weil ich eine Embolie hatte, ein Gerinnsel in einer meiner Arterien. Die Ärzte entdeckten auch ein Hämatom, eine Ansammlung von Blut außerhalb der Blutgefäße, in meinem Bauch, und dann noch mehr Gerinnsel, die daran gehindert werden mussten, in meine Lungen zu wandern“, erzählt Serena: „Als ich nach der Operation im Krankenhauszimmer mit meinen Eltern und Schwiegereltern aufwachte, hatte ich das Gefühl, im Sterben zu liegen. Sie versuchten, mit mir zu reden, und alles, was ich denken konnte, war: ‘Ich sterbe, ich sterbe. Oh mein Gott.’“

Sie bestand darauf, weiter untersucht zu werden. Und tatsächlich fand man dann noch ein Gerinnsel in ihrer Lunge, das sofort aufgelöst werden musste, bevor es das Herz erreicht. Insgesamt wurde sie dreimal operiert. Serena hörte auf ihren Körper, machte sich im Krankenhaus stark – und überlebte. (dga)

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel