Neues "Vogue"-Cover setzt Zeichen für Vielfalt

Die September-Ausgabe startet die amerikanische „Vogue“ mit einem Novum. Zum ersten Mal stehen Plus-Size- und Transgender-Models im Mittelpunkt, während Stars wie Bella Hadid oder Kaia Gerber nur als Randfiguren zu sehen sind.

Bella Hadid, Kaia Gerber und Madonnas Tochter Lourdes Leon zieren das Cover der September-Ausgabe des US-Magazins „Vogue“. Klingt erst einmal nicht ungewöhnlich. Doch die Branchenlieblinge stehen diesmal nicht im Mittelpunkt. Die Topmodels sind nur drei unter vielen.

Außerdem auf dem Titelbild zu sehen sind das chinesisch-amerikanische Model Sherry Shi, das südsudanesisch-amerikanische Model Anok Yai, sowie die Plus-Size-Models Yumi Nu und Precious Lee. Auch Ariel Nicholson ziert das Cover der „Vogue“. Es ist das erste Mal, das ein Transgender-Model auf dem Titel der Modezeitschrift zu sehen ist. 

Und noch etwas ist ungewöhnlich: Die unterschiedlich gekleidete Gruppe sitzt in der Condé-Nast-Verlagsredaktion in New York City um einen Schreibtisch herum, an dem ein Redakteur am Computer arbeitet.

„Aufregender Wandel in der Branche“

Das Heft steht unter dem Motto „New Beginnings“ und zeigt Models, die laut Zeitschrift „die Definition von Schönheit in Frage stellen“. Die Models werden als „Vorreiter eines aufregenden Wandels in der Branche“ bezeichnet, die neu definieren, „was es bedeutet, Einfluss zu haben und sichtbar zu sein“.

Mit der neuen Ausgabe hat das Magazin sein bisher vielfältigstes Cover vorgestellt, was dem angeschlagenen Ruf entgegenwirken könnte. In der Vergangenheit waren die Blattmacher wegen mangelnder Vielfalt und der Förderung eines engen Schönheitsideals in die Kritik geraten.

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Auch Chefredakteurin Anna Wintour sah sich zahlreichen Rücktrittsforderungen ausgesetzt, nachdem ihr vorgeworfen wurde, weiße, dünne Mitarbeiter zu bevorzugen und Diskriminierung bei dem Magazin zuzulassen.

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