Linda Evangelista über Sohn Augie: "Ich hasse, was das aus meiner Beziehung zu ihm gemacht hat"

Linda Evangelista, 56, gehörte in den 1990er-Jahren zu den berühmtesten und gefragtesten Models überhaupt. Während damalige Mitstreiterinnen wie Naomi Campbell oder Cindy Crawford noch heute in der Öffentlichkeit stehen, zog sich Evangelista immer weiter zurück, bis sie schließlich komplett von der Bildfläche verschwand. Nun ist sie zurück und offenbart im Interview mit dem "People"-Magazin, dass mehrere Beauty-Eingriffe sie "entstellt" hätten. 

So habe sie sich niemandem zeigen wollen, erklärt sie. Eine schwierige Zeit, die das Model psychisch extrem belastete. Auch die Beziehung zu ihrem geliebten Sohn Augie sei in Mitleidenschaft gezogen worden.

Linda Evangelista: „Ich wollte meinem Kind nicht zur Last fallen“

2015 unterzog sich Linda Evangelista mehrmals sogenanntem CoolSculpting. Dabei handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren zur Fettreduktion. Nach den Eingriffen habe sich eine paradoxe adipöse Hyperplasie entwickelt. Diese extrem seltene Nebenwirkung äußert sich darin, dass sich das Fettgewebe beim Einfrieren verdickt und ausdehnt, anstatt zu verschwinden. Nun habe sie harte Beulen am gesamten Körper, die teilweise scheuern, aufreiben und bluten, erklärt sie gegenüber "People". Wegen ihres "brutal entstellten" Aussehens, wie sie es nennt, habe sie sich kaum noch vor die Tür gewagt.

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Sie wurde zur "Einsiedlerin", lebte die vergangenen fünf Jahre im Verborgenen. Ihren Zustand habe sie auch den Menschen, die ihr am nächsten stehen, verschwiegen, darunter ihr inzwischen 15-jähriger Sohn Augustin, genannt Augie. "Ich wollte meinem Kind nicht zur Last fallen", sagt sie. "Er sollte mich nicht unterstützen müssen. Das ist nicht seine Aufgabe." Daher zog sie es vor ihren Leidensweg in völliger Abgeschiedenheit zu bestreiten.

„Ich hasse, was das aus meiner Beziehung zu ihm gemacht hat“

Ihr Haus in New York habe sie lange Zeit nur für Schulveranstaltungen mit Augie, dessen Vater Francois-Henri Pinault, 59, ist, oder zum Gassi gehen mit ihrem Hund verlassen. Sie konnte nicht immer für ihren Sohn da sein, eine schwere Bürde für die 56-Jährige. Auch wenn sie Augie erst spät eingeweiht hat, soll dieser gemerkt haben, dass es seiner Mutter nicht gut geht. "[Augie] sagte immer: 'Mami, erinnerst du dich daran, als du Spaß hattest?'", so Evangelista. "'Weißt du noch, wie du immer gelacht hast? Wieso lachst du nicht mehr?' Ich hasse es, was das alles aus meiner Beziehung zu ihm gemacht hat".

Es sind Worte die unter die Haut gehen. Das nicht nur ihr Körper und ihre Seele, sondern auch das Verhältnis zu ihrem Sohn unter dem Ergebnis der Eingriffe gelitten hat, macht ihr schwer zu schaffen. Doch Augustin steht seiner Mutter zur Seite: Bevor sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen ist, habe sie Augie vorgewarnt, dass er  bald "ein paar Dinge" über seine Mutter hören könnte. "Er sagte, dass es ihm egal ist und er für mich da ist."

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Linda Evangelista fügt hinzu, dass sie ihrem Sohn von klein auf beigebracht habe, dass Äußerlichkeiten nicht gleichbedeutend mit echter Schönheit sind. Eine Lektion, die sie selbst nie gelernt habe. "Es ist sehr wichtig für mich, ihn in dem Wissen zu erziehen, dass er schön ist und dass jeder schön ist", sagt sie und fügt unter Tränen hinzu: "Es ist so verkorkst, dass ich das wirklich glaube, aber für mich selbst nicht geltend mache."

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