- Am 02. Juni haben in London die viertägigen Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum der Queen begonnen.
- Ein Highlight am ersten Tag war der Auftritt der Royals auf dem Balkon des Buckingham Palace.
- Welche weiteren „Trooping the Colour“-Höhepunkte für die kommenden Tage anstehen, können Sie hier im Live-Blog verfolgen.
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Nach zwei Jahren Pandemie platzt London wieder aus allen Nähten: Touristen kaufen Queen-Accessoires und stellen sich für Selfies vor roten Telefonzellen an, Royal-Fans campten bereits zwei Tage vor der ersten Parade vor dem Palast.
Nach langen Lockdowns und inmitten vieler Krisen ist das Bedürfnis nach unbeschwertem Feiern in der britischen Hauptstadt mit den Händen zu greifen. Beim Programm setzt die Royal Family auf Altbewährtes: Konzert, Gottesdienst und Paraden – und die Hoffnung, so viel wie möglich von der Queen zu sehen. „Das ist etwas noch nie Dagewesenes“, hält Experte Prescott fest – vermutlich „der letzte große Moment“ der Queen.
Am zweiten Tag der Festlichkeiten steht auf dem Programm unter anderen ein Dankgottesdienst in der Kathedrale St. Paul’s. Danach findet ein Empfang in der Londoner Guildhall statt.
Am Wochenende folgt dann der ausgelassene Teil des viertägigen Spektakels: Bei der großen Party am Palast treten am Samstagabend Stars wie Queen, Alicia Keys und Sam Ryder auf. Am Sonntag folgt mit dem „Street Pageant“ eine Art großer Straßenkarneval.
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Die weiteren Meldungen zum 70. Thronjubiläum:
➤ Premierminister Johnson vor Dankgottesdienst in London ausgebuht
Der britische Premierminister Boris Johnson ist beim Eintreffen zum Dankgottesdienst zu Ehren des Queen-Jubiläums in der Londoner Kathedrale St. Paul’s ausgebuht worden. Die Rufe von Schaulustigen waren deutlich zu hören, als der Regierungschef am Freitagvormittag mit seiner Frau Carrie Johnson die Stufen zur Kathedrale hochlief. Dies stand in starkem Kontrast zum Jubel, den das Staatsoberhaupt Queen Elizabeth II. bei ihren öffentlichen Auftritten am Donnerstag erlebt hatte.
Johnson steht wegen der „Partygate“-Affäre um Lockdown-Partys in der Downing Street innenpolitisch immens unter Druck. Auch immer mehr Abgeordnete seiner Konservativen Partei wenden sich von ihm ab. Ein baldiges Misstrauensvotum gilt als möglich.
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Jubel für Prinz Harry und Meghan vor Kathedrale St Paul’s
Prinz Harry und Herzogin Meghan sind neben anderen Mitgliedern der Royal Family mit Jubel vor dem Dankgottesdienst zu Ehren der Queen empfangen worden. Harry trug bei der Veranstaltung in der Londoner Kathedrale St Paul’s seine militärischen Abzeichen, Meghan erschien im cremefarbenen Mantel mit Hut.
Es ist der erste offizielle Auftritt des Paares beim Thronjubiläum der Queen, zu dem die beiden mit ihren Kindern aus den USA nach London gereist sind. Und es ist der erste gemeinsame Termin bei einem offiziellen royalen Event seit ihrem Rückzug aus dem britischen Königshaus. Die Beziehung vor allem von Harry zu seinem Vater Prinz Charles und Bruder Prinz William gilt als schwer belastet.
Erzbischof: Jubiläums-Gottesdienst ist „etwas furchteinflößender“ Job
Einen Dankgottesdienst zu Ehren der Queen in der Londoner Kathedrale St. Paul’s zu halten, ist auch für einen der hochrangigsten Erzbischöfe Großbritanniens keine alltägliche Aufgabe. „Es ist etwas furchteinflößend, aber eine große Ehre“, sagte der Erzbischof von York, Stephen Cottrell, am Freitagmorgen vor dem Gottesdienst zum 70-jährigen Thronjubiläum der Queen im BBC-Interview. „Ich versuche, es wie jeden anderen Gottesdienst zu behandeln.“ Der Erzbischof musste kurzfristig einspringen, nachdem der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, sich in den vergangenen Tagen mit Corona infiziert hatte.
Was ihm Sicherheit verschaffe, sei die Gewissheit, dass die Queen etwas über den christlichen Glauben hören möge, da dieser sie durch ihr Leben und ihre Regentschaft getragen habe, sagte Cottrell und bedauerte, dass die Monarchin ihre Teilnahme an dem Gottesdienst aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgesagt hatte. Er habe ihr einige persönliche Worte sagen wollen. „Aber ich bin sicher, dass sie am Fernseher zuschauen wird“, fügte er hinzu.
Dankgottesdienst in London: Queen sagt überraschend ab
Am zweiten Tag der Jubiläumsfeiern für Queen Elizabeth II. wird die Königin mit einem Gottesdienst in London gewürdigt. Zu dem „Dankgottesdienst für die Herrschaft der Queen“ in der Kathedrale St. Paul’s werden führende Mitglieder der Royal Family erwartet. Die Queen selbst ließ sich am Vorabend entschuldigen.
Zu Ehren der Königin wird auch die größte Glocke des Landes namens „Great Paul“ erklingen – zum ersten Mal wegen eines royalen Anlasses. Die 1882 gebaute Glocke war jahrzehntelang stumm, weil ein Mechanismus kaputt war. 2021 wurde sie wiederhergestellt.
02. Juni: London feiert Platin-Jubiläum der Königin – Tag 1 im Überblick
Mit der traditionellen Militärparade „Trooping the Colour“ hat das viertägige Spektakel zum Thronjubiläum der Queen am Donnerstag offiziell begonnen. Zehntausende versammelten sich im Stadtzentrum, um einen Blick auf die Royals zu erhaschen. Mehrere Tausend Veteranen und aktive Soldatinnen und Soldaten waren mit ihren Familien auf die Ränge vor dem Palast eingeladen – mit einem Premium-Blick auf den berühmten Balkon.
Pompöse Parade und eine stylische Queen: So war die royale Auftaktfeier
An der Seite der Queen standen dort ihre engsten Familienangehörigen, etwa Sohn und Thronfolger Prinz Charles sowie Enkel Prinz William, auch er ein künftiger König, samt Familien. Zuvor hatten Charles und William sowie Queen-Tochter Prinzessin Anne die Königin bei der Parade vertreten. Prinz Harry und Herzogin Meghan, die zur Party des Jahrzehnts aus den USA eingeflogen sind, durften nicht mit auf den Buckingham-Balkon – Zutritt nur für „Working Royals“, lautete dort die Regel, weshalb auch der zweitälteste Queen-Sohn Prinz Andrew außen vor blieb. Er hat sich wegen seiner Verwicklung in einen Skandal um sexuellen Missbrauch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Wegen einer Corona-Erkrankung wird er, anders als zwischenzeitlich geplant, auch bei einem Dankgottesdienst in der Londoner Kathedrale St. Paul’s am Freitag nicht dabei sein.
Auch Meghan und Harry gelten mit ihrem Umzug in die USA nicht mehr als „Working Royals“. Sie wollen möglichst wie normale Menschen leben und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Zu den Festlichkeiten sind sie dennoch dabei. Die Militärschau auf dem Exerzierplatz Horse Guards Parade unweit des Buckingham-Palasts sollen sie aus dem früheren Büro des Herzogs von Wellington heraus verfolgt haben.
Queen Elizabeth schließt Harry und Meghan aus: Das sagen die Royal-Fans dazu
Der heimliche Star auf dem Balkon war ohnehin Prinz Louis, jüngster Sohn von William und Herzogin Kate, der Grimassen zog und sich beim lautstarken „Flypast“ der Royal Air Force die Ohren zuhielt. Lächelnd neigte sich die Königin zu ihrem Urenkel herunter und plauderte mit ihm. In einem Matrosenanzug erinnerte Louis an den Auftritt seines Vaters William bei der Militärparade 1985. Sein älterer Bruder Prinz Georg trug hingegen einen Anzug und Krawatte, Schwester Charlotte ein Kleid. Durch die Ränge vor dem Palast ging ein entzücktes Raunen, als die Kinder vorher gemeinsam mit Mutter Kate und Queen-Schwiegertochter Herzogin Camilla, der Ehefrau von Charles, in einer offenen Kutsche den kurzen Weg zum Exerzierplatz Horse Guards Parade zurücklegten.
"Trooping the Colour": So feiert Queen Elizabeth II. ihr 70. Thronjubiläum
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