Corona-Chaos gleich am ersten Prozess-Tag

Boris Becker vor Gericht

Corona-Chaos gleich am ersten Prozess-Tag

In London beginnt eigentlich heute der Prozess gegen Boris Becker (54). Die Tennis-Legende ist in mehr als 20 Punkten angeklagt, weil er im Zuge seines Insolvenzverfahrens große Teile seines Vermögens nicht ordnungsgemäß angegeben haben soll. Doch schon an Tag 1 wird darüber beraten, den Prozess zu vertagen.

Zeuge positiv auf Corona getestet

Überpünktlich erscheint Boris Becker am Morgen des 21. März gemeinsam mit seiner Freundin Lilian vor dem Gerichtsgebäude – doch plötzlich gerät alles ins Stocken. Der Grund: Ein extrem wichtiger Zeuge der Anklage, Insolvenzverwalter Mark Ford, ist an Covid-19 erkrankt. Während die Verteidigung dazu plädiert, den ursprünglichen Ablauf weiterhin beizubehalten – da nicht klar sei, wann Ford wieder persönlich erscheinen könne – zieht sich das Gericht dennoch zur Beratung zurück. Der Prozess war eigentlich für einen Zeitraum von drei Wochen angesetzt. Sollte er in allen 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren.

Im Video: Alle wichtigen Infos rund um den Becker-Prozess

Boris Becker Hand in Hand mit Lilian zum Londoner Gericht

Seit 2017 läuft gegen Boris Becker ein Insolvenzverfahren

Nachdem Boris Becker bereits 2017 für zahlungsunfähig erklärt worden war, soll er versucht haben, seine Vermögenslage zu verschleiern. Unter anderem gehe es um Wertgegenstände – wie beispielsweise seine Pokale –Geld sowie Immobilien. Ihm wird vorgeworfen, somit Gelder vor den Gläubigern versteckt zu haben. Das einstige Tennis-Ass streitet alle Vorwürfe ab. (dga)

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