Campino: So erlebte er die deutsche Teilung

Campino: So erlebte er die deutsche Teilung

Campino spricht über seine Erfahrungen mit der deutschen Teilung.

Der Frontmann der Toten Hosen wurde 1962 in Düsseldorf geboren. An die Zeit vor der Wende kann er sich noch gut erinnern. „Mit meinen Eltern war ich in den Siebzigerjahren einmal in Leipzig. Dort hatten wir Bekannte, denen es gelang, uns über ein Wochenende einzuladen. Dafür mussten wir ein kompliziertes Visum beantragen“, erzählt der Sänger im Interview mit ‚t-online.de‘. „Was bei mir von dieser Reise hängengeblieben ist, sind diese riesigen Propagandaplakate mit sozialistischen Parolen, aber ich erinnere mich auch, dass die Leute sehr nett waren.“

Zu den Feiertagen habe ihn außerdem regelmäßig eine Überraschung aus der DDR erwartet. „Jedes Jahr zu Weihnachten hatten wir eine große Kiste mit Büchern in der Post, während wir im Gegenzug irgendwelche Westprodukte rübergeschickt haben. Das war ein klassischer Austausch, den viele deutsche Familien hatten“, berichtet der Musiker.

Kurz nach ihrer Gründung spielten die Toten Hosen 1983 ein geheimes Konzert inmitten der DDR. Dabei schafften sie es sogar, die Stasi zu täuschen. „Man wusste natürlich ein bisschen über das Leben dort. Ich persönlich fand es sensationell, sich nach Ostberlin einzuschleichen und heimlich ein Konzert zu spielen“, erinnert sich Campino zurück. „Dort haben wir gesehen, dass die Punks da deutlich mehr riskierten und härter lebten als wir.“

BANG Showbiz

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