"Tatort"-Bilanz: "Mord unter Misteln" fällt durch, Zuschauerrückgang im Jahr 2022

  • Der „Tatort“ ist bei den TV-Zuschauern noch immer beliebtdennoch schrumpfte das Publikum im vergangenen Jahr.
  • Vor allem der Weihnachtskrimi Mord unter Misteln aus München fiel durch und hatte die schlechteste Quote aller Fälle im Jahr 2022.
  • In der Gunst der Zuschauer ganz oben sind weiter Axel Prahl und Jan Josef Liefersihr Fall Des Teufels langer Atem war die meistgesehene Sendung überhaupt.

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Der Weihnachts-„Tatort“ hat diesmal eine Quotenpleite erlebt. Gerade einmal 4,09 Millionen (14,1 Prozent) schalteten am Zweiten Weihnachtstag ab 20.15 Uhr den Münchner Fall „Mord unter Misteln“ ein – kein anderer neuer „Tatort“ hatte dieses Jahr so wenige Zuschauer. Nach Berechnung des Branchendienstes dwdl.de war es sogar die schwächste „Tatort“-Erstausstrahlung seit mindestens 2006.

Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte der Charlotte-Lindholm-Fall „Alles kommt zurück“ 6,72 Millionen erreicht, vor zwei Jahren hatten 7,36 Millionen zu Weihnachten den Münster-Krimi „Summ, Summ, Summ“ geguckt, obwohl es sich um eine Wiederholung gehandelt hatte.

"Tatort: Mord unter Misteln": Nette Idee, mittelmäßige Ausführung

Die „Tatort“-Macher hatten „Mord unter Misteln“ im Stil eines Agatha-Christie-Krimis inszeniert. Udo Wachtveitl als Inspector Francis Lightmyer und Miroslav Nemec als Constable Ivor Partridge hatten im England des Jahres 1922 den Mord an einem Butler zu klären.

„Tatort“-Reihe verzeichnet Zuschauerrückgang – Team aus Münster weiter am beliebtesten

Deutschlands beliebteste Krimireihe „Tatort“ hat dieses Jahr einen leichten Zuschauerrückgang erlebt. Das durchschnittliche Publikum schrumpfte um etwa 3 Prozent von 9,18 Millionen auf etwa 8,90 Millionen Menschen bei der Erstausstrahlung im Ersten, wie die ARD-Programmdirektion in München am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Durchschnittszuschauerzahl bei 36 Krimis war damit im Kalenderjahr 2022 so niedrig wie seit 2018 nicht mehr. Damals hatte sie bei etwa 8,7 Millionen gelegen und danach kontinuierlich zugelegt.

Wie gefährlich ist "Des Teufels langer Atem"? Fünf Fragen zum Münster-"Tatort"

An der Spitze aller Sonntagskrimis – und auch aller Fernsehsendungen überhaupt ohne Sport-Übertragungen – stand der „Tatort“-Krimi „Des Teufels langer Atem“ aus Münster mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers: Am 16. Januar schalteten ihn 14,57 Millionen Zuschauer ein.

Nur noch vier „Tatorte“ mit mehr als zehn Millionen Zuschauern

Es folgen der Münster-„Tatort: Ein Freund, ein guter Freund“ vom 13. November (13,63 Millionen) und der Münster-„Tatort: Propheteus“ vom 6. März (11,51 Millionen).

Auf mehr als zehn Millionen Zuschauer kamen 2022 insgesamt nur vier „Tatorte“ (2021 noch sechs); es war neben den Münster-Krimis die Kölner Episode „Spur des Blutes“ vom 23. Oktober (11,05 Millionen). (dpa/dh)

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