So eine Trash-TV-Show braucht im Grunde zwei Dinge: Einen, der sie macht, und die, die das Ganze mit sich machen lassen. Oder anders: RTLZWEI gibt das Setting vor, die Zuschauer unterhalten müssen die Kandidaten. Und da hat jeder so seine ganz eigene Art. Die einen haben zum Beispiel eine Geschichte im Gepäck: Daniel Schmidt seinen Job in der „asozialsten Kneipe Europas“, Serkan Yavuz das Tamtam um seine 1-Euro-Gage, Eva Benetatou und Tim Sandt die Aufarbeitung ihres Streits aus dem „Sommerhaus der Stars“ und Sarah Knappik die angebliche Wandlung zur Knappik 2.0.
Diese Kritik stellt die Sicht von Christian Vock dar. Informieren Sie sich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht. Um diese Figuren und ihre Geschichten kreisen die Kandidaten, die als Unterhaltung nur sich selbst mitbringen: Mehr News zu „Kampf der Realitystars“ Dann gibt es noch die Gruppe, die mit leeren Händen in die Sala gereist ist, denn sie bringt weder das eine noch das andere mit oder nur unzureichend. Schlussendlich gibt es noch einen Umstand, den haben weder RTLZWEI noch die Kandidaten einkalkuliert: das Leben. Das trifft in Folge vier nun Alle, denen der Hintergrund dieser Forderung unklar ist, klärt Knappik auf: „Ich arbeite mit meinen Haaren. Ich model auch mit meinen Haaren. Ich hab ’ne weltweite Haar-Kampagne mit meinen Haare. Das ist für mich grad ’ne Katastrophe.“ Doch Knappik, der Mann vom Schnitt und RTLZWEI sehen schnell ein, dass dies eine Geschichte ins Nichts ist. Deshalb schöpft die Produktionsfirma lieber schnell aus dem schier unendlichen Kandidaten-Pool und bringt erst Da fragt sich der Zuschauer nach dem Googeln der Namen, was diese beiden denn an Unterhaltungswert in die Show mitbringen und Reality-Sternchen Russ verfolgt hier einen erprobten Ansatz: „Ich bin egoistisch, ich bin scheiße, ich bin faul.“ Percival hingegen hat erst einmal fernsehgeschichtlichen Wert, denn RTLZWEI zapft mit seinem Engagement eine potenzielle Reality-TV-Quelle an, die andere Sender bisher noch nicht so auf dem Schirm hatten: ehemalige Kandidaten bei „The Voice of Germany“. Und Percival macht sich auch erst einmal ganz gut, etabliert sich auch mithilfe der Produktionsfirma als arroganter und verwöhnter Star von Weltruhm. „Das ist das Ekelhafteste, was ich je in meinem Leben probiert habe“, moniert Percival den für ihn exklusiv arrangierten Wein und über seine Sala-Kollegen und -Kolleginnen urteilt der Sänger: „Ich kenne gar kein Gesicht da draußen.“ Nun geht es ihm da nicht wesentlich anders als dem Zuschauer, doch je länger die Folge dauert, desto mehr geht Percival die Luft aus. Bleibt also noch Emmy Russ und die bringt den Umstand, dass sie, wie sie sagt, „Menschen hasst“ gleich von Beginn an ein. Sie will „auf süß machen“, um „mein Teuflerisches hinter mich zu verbergen“. Doch als sie KritikKampf der Realitystars von Christian Vock Sie und Percival haben nämlich zwei Aufgaben: Die beiden sollen jemanden unverzüglich vor der Rauswahl schützen. „Das gefällt mir natürlich nicht so gut: Dass ich jemandem was Gutes tun muss“, meint Russ, darf aber, so Aufgabe zwei, zum Ausgleich auch noch jemanden direkt rausschmeißen. Weil sie den anderen zeigen will, dass sie keine Mitläuferin ist, erklärt Russ Daniel Schmidt für gerettet. Für Knappik und Janke gewinnen ein Safety-Spiel, müssen aber nun untereinander auskaspern, wer gerettet wird. Knappiks Argument für sich: „Wenn ich nicht safe bin, bin ich heute weg“, sagt sie zu Janke, dessen Punkt ist aber: Sollte Knappik gerettet werden, muss er jemanden bei der Rauswahl nominieren, den er lieber in der Sala haben will als Knappik. Ein Dilemma, das Giulia Siegel nicht gelöst haben möchte, ohne ihre Meinung dazu abgegeben zu haben. Siegel unterbricht die Beratungen von Janke und Knappik, denn sie möchte dazu „einen Satz sagen“. Am Ende werden es sieben: „Wenn du gut aus dem Format rausgehen willst, überlässt du Paul die Karte. Wenn du schlecht aus dem Format rausgehen willst, nimmst du die Safety. Du stehst aktuell nicht gut im Format da. Wenn du positiv rausgehen willst, sagst du: ‚Hey, Paul nimm du sie!‘ Das ist das Einzige, was ich dazu sagen kann. Vielleicht könnt ihr das besprechen. Nur, wie du rausgehen willst, für Family und Kind.“ Lesen Sie auch: Ein manipulativer Affront für Knappik, doch Siegel ist sich sicher, „Sarah ist auserzählt.“ Am Ende überlässt Knappik schweren Herzens Janke das Safety-Ticket und so kommt am Ende, was kommen muss: Knappik wird von den anderen aus der Show gewählt – vorerst. Denn plötzlich bekommen sie das Angebot: Wer bereit ist, mehr von seiner Gage abzuziehen, als der andere, bekommt eine zweite Chance. „Jetzt mal ehrlich: Wir sind doch einfach die coolsten, oder?“, fragt der Off-Sprecher rhetorisch und man würde ihm zustimmen, wäre ein paar Sekunden später nicht in der Vorschau zu sehen, wer hier offenbar den höchsten Betrag geboten hat – und damit eine neue Geschichte gewinnt. Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel
Sarah Knappik bangt um ihre weltweite Haar-Kampagne
Emmy Russ: „Ich bin egoistisch, ich bin scheiße, ich bin faul“
"Kampf der Realitystars": Eva Benetatou trifft auf ihre Vergangenheit
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Knappik und Ludolf erhalten eine zweite Chance
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