Prinz Nikolai: Neue Doku! Aussagen über Königin Margrethe erzeugen bitteren Beigeschmack

Seitdem Königin Margrethe, 82, am 28. September 2022 verkündete, dass die Kinder ihres Zweitgeborenen, Prinz Joachim, 53, ab 2023 nicht mehr ihre Prinzen- und Prinzessinnen-Titel tragen dürfen, herrscht Unruhe im dänischen Königshaus. Inzwischen soll es zwar zu einer Aussprache zwischen der Monarchin und ihrem Sohn gekommen sein, doch zuvor machte Joachim seinem Ärger mehrmals öffentlich Luft und betonte, dass seine Kinder unter der Entscheidung leiden würden. 

Vor dem royalen Paukenschlag stand Joachims ältester Sohn Prinz Nikolai, 23, für die Doku "Min egen kurs" (dt.: "Mein eigener Kurs") von TV2 vor der Kamera. Wie er darin über seine Großmutter spricht, hinterlässt nun einen bitteren Beigeschmack.

Prinz Nikolai über Königin Margrethe: „In erster Linie ist sie meine Großmutter“

Eigentlich sollte die Doku erst im kommenden Frühjahr ausgestrahlt werden, doch angesichts der Titeländerungen entschloss sich der dänische Sender, sie bereits am 19. Dezember 2022 zu veröffentlichen. Mit Moderator und Segler Emil Midé Erichsen, 32, schippert der Prinz auf dem Schiff Havanna und plaudert aus dem Nähkästchen. Eigentlich habe der Royal einen "stillen und ruhigen" Alltag: Er studiere an der Universität, habe einen Nebenjob und "reise ein bisschen" – wie die meisten jungen Leute eben. "Dann habe ich das Privileg, dass ich mit der einen Hälfte der Familie zu vielen interessanten Dingen mitkommen kann, wenn mich meine Großmutter zum Ballett oder in die Oper einlädt", sagt Nikolai. 




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Er fügt hinzu, dass Margrethe für ihn in erster Linie seine Großmutter sei, auch wenn er sie als Königin natürlich respektiere. Schon in Kindertagen habe er seine Oma regelmäßig besucht. Als ihr Mann Prinz Henrik, †83, noch am Leben war, hätten er und die Monarchin ihre Enkelkinder mehrmals im Monat "zu einem gemütlichen Beisammensein oder zum Mittagessen" eingeladen. Es sind durchweg liebevolle Worte, die der 23-Jährige über seine Großmutter verliert. Er gibt sich als ergebener Enkel und dänischer Bürger, was jetzt – nach dem Titel-Skandal – ein ambivalentes Gefühl auslöst. 

Königin Margrethe berücksichtige nicht die Gefühle der Menschen, die ihr am nächsten stehen

Laut Royal-Experte Jakob Steen Olsen sei die Loyalität des Noch-Prinzen ebenso rührend wie bittersüß. "Er ist gut erzogen", sagt er gegenüber der dänischen Tageszeitung "Berlingske". "Er versteht instinktiv, in welcher Situation er sich als Mitglied der königlichen Familie befindet – wann er sprechen und wann er schweigen sollte. Das beweist er wirklich und in der Sendung zeigt er nichts als Unterstützung für die Königin und das Königshaus."

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Weiter führt er aus, dass weder Nikolai noch seine Geschwister seit der Bekanntgabe etwas von Königin Margrethe gehört hätten. "Das zeigt einmal mehr, dass es in der königlichen Familie Kommunikationsprobleme gibt", erklärt Olsen und betont, dass die Monarchin seit 50 Jahren die Pflicht über alles stellen würde. "Wenn es eine Achillesferse der Königin gibt, dann ist es die, dass sie nicht gut darin war, die Gefühle derer zu berücksichtigen, die ihr am nächsten stehen." Das sei bereits in Bezug auf ihren verstorbenem Ehemann Prinz Henrik, der sich als Prinzgemahl nicht gehört gefühlt habe, der Fall gewesen, und habe sich nun bei Prinz Joachim und seinen Kindern wiederholt.

TV2 habe sich nach der Aufzeichnung und dem Eklat noch einmal bei Prinz Nikolai gemeldet, er habe sich zu den Titeländerungen jedoch nicht äußern wollen.

Verwendete Quellen: tv2.dk, berlingske.dk

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