So geht es weiter mit der Entwicklung desRankweiler Ortskerns.
Das Zentrum von Rankweil soll attraktiver werden – daran arbeitenGemeindeverantwortliche und Bürger seit über zwei Jahren im Rahmen derOrtsentwicklung Rankweil. Die Planungsphase für den Ortskern ist mittlerweileabgeschlossen, die Dokumentation dient als wertvoller Leitfaden für alleBauvorhaben im Zentrum. Sie soll in Kürze um verbindliche Gestaltungsvorgabenfür Neubauten im gesamten Gemeindegebiet ergänzt werden. „Bis es soweit ist,nutzen wir die Zeit, um miteinander über Vorstellungen, Wünsche und auchBefürchtungen zu sprechen“, sagt Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. So hatArchitekt Wolfgang Ritsch im Zuge von mehreren „Ge(h)sprächen“ die definiertenPlanungsräume im Ortskern gemeinsam mit Rankweiler Bürgern unter die Lupegenommen. Das vierte und vorerst letzte Ge(h)spräch fand Ende März durch denPlanungsraum Liebfrauenberg/Hintere Ringstraße statt.
20 Bauprojekte geplant
Aktuell sind rund 20 Bauprojekte und die Landesstraße als Tempo-30-Zoneim Ortskern in Planung und Vorbereitung. Manche Pläne haben sich in den letztenWochen konkretisiert – zum Beispiel die für die Nutzung der Häusle-Villa. Diedenkmalgeschützte Villa im Zentrum von Rankweil wird zur kulturellenDrehscheibe in der Gemeinde. Laut Bauleiterin Carmen Chromy ist der Baustart nochoffen, die Fertigstellung ist für Anfang 2024 geplant.
Pläne für die Häusle-Villa
Im Erdgeschoss entsteht eine Anlaufstelle für die Bereiche Jugend,Kultur sowie Sport und Vereine, welche zusätzlich den multifunktionalenVeranstaltungsraum in der angrenzenden alten Schiffle-Stickerei betreuen undbespielen wird. Zudem wird es ein Büro für das Archiv der MarktgemeindeRankweil geben. Im ersten Obergeschoss entstehen ein Trauungsraum mitBesprechungszimmer und Büro sowie ein Elisabeth Wäger-Häusle Raum als Andenkenan die dem Haus entstammende Schriftstellerin (* 9.10.1942, Rankweil; †2.01.2019, Wien). Die Nutzung des Dachgeschosses soll möglichst offenbleiben.Möglich wäre beispielsweise dort die temporäre Unterbringung von „Artists inResidence“, welche ihre Werke anschließend in Rankweil ausstellen. Besonderswichtig erschien allen Beteiligten der Einbezug des angrenzenden Außenraumsbeim Sigmund-Nachbauer-Denkmals in die Planungen. Die Häusle-Villa bildet mitder Schiffle-Stickerei und der angrenzenden öffentlichen Grünfläche einEnsemble, das auch als solches weiter seine Wirkung entfalten soll.
Stand der Dinge
Auch andere geplante Maßnahmen könnten demnächst in die Umsetzunggehen. Die Einführung einer probeweisen 30er-Zone an der Ringstraße wäre ausSicht der Gemeinde rasch umsetzbar, allerdings fehlt noch die Zusage derBezirkshauptmannschaft. Diese ist unabdingbar, handelt es sich doch bei derRingstraße um eine Landes- und nicht um eine Gemeindestraße. Beim GasthausSternen bedarf es vor Baubeginn noch einem Beschluss zur Ausnahme von derbaulichen Nutzung. Weiterhin Thema von Gesprächen und Verhandlungen istaußerdem die teilöffentliche Nutzung des ehemaligen Bierlagers, welcheVoraussetzung beim Verkauf des Gebäudes war. Beim Gasthof Kreuz sind die Plänefür das Wohnhaus sowie die neue Gaststätte bereits verhandelt und eingereicht.In der Zwischenzeit gab es zudem einen Investorenwechsel. Bevor mit dem Baubegonnen werden kann, muss jedoch noch eine Abstandsnachsicht eingeholt werden,dieser Prozess läuft derzeit. Die ehemalige Videothek am Concordiaplatz wurdevon einem privaten Bauträger erworben, welcher an diesem Standort ein Wohn- undGeschäftshaus errichten möchte. Ein Vorentwurf wurde bereits eingereicht,dieser wird derzeit überarbeitet. Beim Quartier Schleife ist ein Workshop zurkünftigen Nutzung des geplanten Gebäudekomplexes geplant.
Dokumentation erhältlich
Die gesamteDokumentation zur Entwicklung des Ortskerns steht auf www.rankweil.at zum Download bereit. Alternativ dazu ist sie auchin gedruckter Form beim Bürgerservice Rankweil zum Selbstkostenpreis von zehnEuro erhältlich.
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