Berlin (dpa) – Es ist ein Fall, der weltweit Entsetzen auslöste: Am 2. Oktober 2018 betritt Jamal Kashoggi, bekannter Journalist und Kritiker des mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman, das saudische Konsulat in Istanbul.
+++ Aktuelle Promi-News +++
- Karibikreise: Royals William und Kate auf Tuchfühlung mit Haien in Belize
- Band-Aus nach zwei Jahren: Die Schlagerkids trennen sich
- Jimi Blue Ochsenknecht: So viel schuldet Jimi Blue seiner Ex
- „Popshow geht immer!“: Vanessa Mai teilt raffiniertes Po-Foto
Er will Dokumente für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abholen. Aus dem Verwaltungsgebäude kommt er nicht mehr lebend heraus. Der Dokumentarfilm „Der Dissident“ wird am Mittwoch um 20.15 Uhr erstmals im Free-TV bei 3sat ausgestrahlt.
Der zweistündige Film des Regisseurs Bryan Vogel legt mit zahlreichen Interviews anschaulich die Zusammenhänge dar. Neben der Verlobten Kashoggis kommen die türkische Polizei und Staatsanwaltschaft zu Wort. Ebenso Freunde des Journalisten, die UN-Sonderberichterstatterin, Medienmacher. Auch, wenn man sich zu Beginn des Films noch fragen mag, wer er ist: Eine zentrale Rolle nimmt ein junger Dissident und Aktivist ein, der mit Kashoggi arbeitete und nach eigenen Angaben in Kanada weiter um sein Leben bangt. Zudem, werden Videos, Fotos und Mitschnitte aus der Botschaft gezeigt, die noch einmal unverkennbar deutlich machen, welchem tödlichen Gefüge aus Macht und Manipulation Kashoggi zum Opfer fiel.
Unterhaltung
Boris Becker vor Gericht in London
Royales Tänzchen: Herzogin Kate im lässigen Look
Diese Moderatorin steckte im Brilli-Kostüm
Mädchen singt – deutscher Popstar kann nicht mehr
Deutsche Schlagerlegende zieht sich aus
Heidi Klum tanzt im Pool – pikantes Detail irritiert Fans
GNTM-Models verraten Beziehungsstatus
Rettungseinsatz geht viral – dann fällt Schummelei auf
Sonya Kraus zeigt Perücke
Moderatorin ahnt nicht, was gleich zu sehen ist
Deshalb steigt Daniel Hartwich aus
Cathy Hummels in Thailand brutal überfallen
Lola Weippert muss im Urlaub in Notaufnahme
Phasenweise verschwimmen die Linien zwischen Thriller und Dokumentation. Das mag vor allem am Thema liegen. Ein Auftragsmord im Konsulat. Ein Machthaber, der davonzukommen scheint. Durch aufwendige Computer-Animationen und Montagen und dem Einsatz von Soundeffekten bekommt der Film aber auch einen Kino-Charakter, der ihm das Potenzial gibt, das Thema auch weniger interessierten und Doku-affinen Menschen nahezubringen.
Dem oscarprämierten Regisseur ging es nach eigenen Aussagen um viel mehr als eine Untersuchung der grausamen Tötung Kashoggis. In einem Interview zu der Dokumentation sagte er, es habe sich gezeigt, dass weder die USA noch die anderen der G20-Länder oder die EU Interesse daran habe, „die Attentäter zu bestrafen oder Sanktionen zu verhängen“.
Für seinen Vorgängerfilm „Ikarus“ über das russische Staats-Doping, der 2017 für Netflix produziert worden war, hat Bryan Fogel einen Oscar für den besten Dokumentarfilm bekommen. Bei der Verleihung 2018 sagte er: „Wir hoffen, dass „Ikarus“ ein Weckruf ist, ja, über Russland, aber mehr noch über die Wichtigkeit, die Wahrheit zu sagen. Jetzt erst recht.“ Gleiches gilt wohl für seine Nachfolger-Doku – und in dem Fall Saudi-Arabien.
Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel
