Neues Viertel entsteht im Süden der Altstadt

Zusammen mit dem Bauunternehmen Haberl Bau startet die StadtBludenz ein Projekt zur Neugestaltung des Brunnenbachviertels. Dieses sieht ein„Weiterbauen“ der Altstadt mit Wohnungen und Gewerbeflächen vor und soll ab2022 umgesetzt werden.

Nur sehr selten kommt es vor, dass von einem einzigenBauträger fast ein ganzes Stadtviertel neu gestaltet wird. Das LustenauerUnternehmen Haberl BAU hat so ein Vorhaben gemeinsam mit der Stadt Bludenz fürdas Bludenzer Brunnenbachviertel vorbereitet. Allen Anrainern wurde das Projektinzwischen öffentlich vorgestellt und das Bauverfahren wurde gestartet. ImHerbst 2022 soll der Baustart für ein Millionenprojekt im Süden der BludenzerAltstadt erfolgen. Im Zuge des 19 Millionen Euro teuren Projekts soll auf demrund 4500 Quadratmeter großen Areal die Bludenzer Altstadt weiter RichtungBahnhof wachsen.

Das Bauvorhaben gliedert sich dabei in neun miteinanderverbundene und dennoch getrennte Häuser, als sogenannter Mäander. Neben 42Wohn- sowie zwölf Gewerbeeinheiten (überwiegend Büro- und Praxisräumlichkeiten)sind entlang der Wichner- bzw. der Färberstraße auch Handelsflächen vorgesehen.Für das Quartier ist zudem eine Tiefgarage mit 59 Stellplätzen geplant.Sämtliche Wohneinheiten sind als Eigentumswohnungen vorgesehen und sollen zumPreis von 5500 bis 6000 Euro pro Quadratmeter an den Mann bzw. die Fraugebracht werden.

Nachdem Bauwerber Helmut Haberl ein Grundstück erworbenhatte, konnte er im Zuge des dialogischen Prozesses drei weitere Bauflächendazugewinnen, sodass die städtebaulichen Ziele in breiter Abstimmung mit denAnrainern noch besser umgesetzt werden konnten.

„Weiterbauen“ der Altstadt

Die Erhaltung von zugänglicher Fläche und die Durchwegungwaren vor allem der Stadt ein großes Anliegen, ebenso wie die Verbindung derAltstadt hinunter ins Brunnenbachviertel. Im Zuge eines kooperativen Verfahrenswurden sowohl die Stadt wie auch die Anrainer von Projektbeginn in dieÜberlegungen miteinbezogen. „Das neu gestaltete Quartier soll dasBrunnenbachviertel mit mehr Leben füllen. Die Lage zwischen Bahnhof undAltstadt bietet dazu optimale Voraussetzungen. Wir werden daher mit viel Grünund Baumbepflanzung arbeiten, um diesen Stadtteil zu attraktiveren und einenguten Mix aus Leben und Wohnen zu schaffen“, so Baumeister Helmut Haberl imRahmen der kürzlich erfolgten Projektpräsentation.

„Die vorliegende Baueinreichung ist das Ergebnis einesgemeinsamen Prozesses. Haberl Bau ist in einer sehr frühen Projektphase auf dieStadt zugekommen, so konnten wir das mit Anrainern, Vertretern der Stadtpolitikund dem Gestaltungsbeirat der Stadt gemeinsam entwickeln“, freut sich auch derBludenzer Bürgermeister Simon Tschann über die nicht alltägliche Herangehensweise.Die Idee des „Weiterbaus“ der Innenstadt wurde vom Bauwerber gerne aufgenommen.„Wir freuen uns, mit dem Projekt für eine neue Belebung des Viertels sorgen zukönnen“, so Haberl.

Historische Verbindung

Die untere Wichnerstraße ist die historische Verbindungzwischen Bludenz und Bürs und heute noch der wichtigste fußläufigeVerbindungsweg. Das Gebiet ist als südliche Erweiterung der Altstadt von hohemstädtebaulichen Interesse. Auch die Nutzung von derzeit teilweisebrachliegenden Liegenschaften ist der Stadt ein Anliegen. Darüber hinaus warendie Erhaltung von zugänglichen Flächen und die Durchwegung ein großes Anliegender Stadt. Dadurch soll das Brunnenbachviertel den Bürgern auch weiterhin alsStück der Stadt zugänglich sein.

Quartier Brunnenbach

  • 9 Häuser
  • 42 Wohn- und 12 Geschäftseinheiten (überwiegend Büro- und Praxisräumlichkeiten)
  • Flächen entlang der Wichnerstraße sind für Handel vorgesehen
  • Wohneinheiten sind ausschließlich als Eigentumswohnungen vorgesehen, 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen
  • Tiefgarage mit 59 Stellplätzen
  • Gesamte Fläche: 4436 Quadratmeter
  • Bebaute Fläche: 2286 Quadratmeter
  • Baukosten ca. 19 Millionen Euro
  • Zeitplan: Vorarbeiten Frühjahr 2022, Baubeginn Herbst 2022, Fertigstellung Winter/Frühjahr 2024

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