Katharina Marie Schubert überzeugt als scharf-schießende Ehefrau

Eine Ehefrau wird aus Verzweiflung zur skrupellosen Mörderin mit einem auffälligen Talent für präzise Kopfschüsse. Katharina Marie Schubert überzeugt in "Tatort: Falscher Hase" als Ehefrau, die aus Liebe über Leichen geht – und sich am Ende heillos verzettelt.

Mit Schlachtplänen ist das so eine Sache. Sie überstehen meist den ersten Feindkontakt nicht, heißt es. Diese Erfahrung macht auch Katharina Marie Schuberts (42) Figur Biggi Lohmann im neuen "Tatort: Falscher Hase" aus Frankfurt. Als sie mit ihrem Ehemann einen Raubüberfall auf die gemeinsame Solartechnik-Firma inszeniert, platzt plötzlich der Wachmann dazwischen – und wird von Biggi eiskalt mit einem Schuss in die Stirn dahingemordet.

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Das ist der Ausgangspunkt für die Liebesgeschichte, die der Frankfurt-"Tatort" erzählen will und in der vor allem Schubert mit ihrer schauspielerischen Leistung überzeugen kann. Ihre Figur schwingt den Film über hin und her zwischen kaltblütiger Mörderin, liebevoller Ehefrau mit Vorliebe für deftige Hackbratenvariationen und verzweifelter Versicherungsbetrügerin. Immer scheint Biggi Lohmann kurz vor dem Ziel zu sein – nur um dann an einem neuen Hindernis fatal zu scheitern.

Die Bandbreite von Emotionen, die eine solche Rolle erfordert, bringt Schubert zu jedem Zeitpunkt in "Falscher Hase" fantastisch an die Zuschauer. Wir sehen sie in Tränen aufgelöst über ihrem ersten Opfer stehen. Wir fühlen mit ihr den Zorn über die Versicherungsgesellschaft, die den Schaden wegen eines vor Jahrzehnten nicht gemeldeten Einbruchsdeliktes nicht erstatten mag.

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