Joko und Klaas berühren mit ihren 15 Minuten gewonnener Sendezeit

Joko und Klaas holten sich am Dienstag den Sieg gegen ProSieben und bekamen somit 15 Minuten Sendezeit. Diese nutzten die beiden, um auf die dramatischen Zustände im griechischen Flüchtlingslager Moria aufmerksam zu machen. 

Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) erspielten sich am Dienstag bei ProSieben ihre 15-minütige freie Sendezeit in der Primetime. Die Moderatoren nutzten diese am Mittwoch sinnvoll und machten auf ein aktuelles Problem aufmerksam: die schrecklichen Zustände im griechischen Flüchtlingslager Moria. 

Bevor der Dokumentarfilm „A short story of Moria“ eingespielt wurde, warnten Joko und Klaas die Zuschauer, die folgenden Aufnahmen seien nichts für schwache Nerven. „Es ist aber die Realität und Gegenwart der Menschen, die dort leben müssen“, so Klaas.

Joko und Klaas thematisieren die schrecklichen Lebensbedingungen in Moria

In dem Film wird die Situation in Moria aus Sicht des 21-jährigen Flüchtlings Milad geschildert. Er beginnt mit seiner problematischen Reise nach Europa, mit einem kleinen Boot. Bevor er und die anderen Flüchtlinge in die Nähe der Insel Lesbos in Griechenland kamen, zerstörte die Küstenwache den Motor des Bootes und zog die Menschen zurück aufs offene Meer. 

Nach mehreren Anläufen erreichten sie schließlich das Camp, in der Hoffnung, ein neues Leben zu starten. Doch dann die Enttäuschung: In Moria herrschten fürchterliche Lebensbedingungen. Die Zelte waren aus Holz und Plastik, es gab weder Strom noch Sanitäranlagen. 

Am 9. September brach dann das volle Chaos aus: Ein großes Feuer ließ das komplette Camp in Flammen aufgehen. „Die griechische Regierung ist überfordert mit den vielen Geflüchteten“, erzählt Milad weiter. Auf Proteste reagierte die Polizei mit Tränengas, viele Familien und Kinder wurden damit beschossen.

Mehrere Aufnahmen zeigen schockierende Bilder: schreiende und weinende Kleinkinder, die vom Tränengas erwischt wurden. „Wenn Europa mir zuhören würde, würde ich nur sagen, dass alle Geflüchteten auf dieser Insel eine Lösung brauchen“, so Milad. „Lasst uns sie unterstützen und ihnen helfen und kümmert euch um dieses Chaos“, sind seine letzten Worte im Film. 

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