Warum Teelichter nicht gut für die Umwelt sind

Licht an oder lieber Licht aus?

In der dunklen Jahreszeit sorgen sie für eine angenehme, gemütliche Atmosphäre: Teelichter. Doch sie können auch der Umwelt schaden. Schuld sind die Rohstoffe, aus denen viele Teelichter bestehen. Worauf soll man beim Kauf achten? Oder sollten wir lieber ganz auf die kleinen Stimmungsaufheller verzichten? Wir haben Tristan Jorde von der Verbraucherzentrale Hamburg gefragt.

Die verwendeten Materialien sind Schuld

“Die wichtigste Frage ist immer, woraus das Teelicht besteht”, sagt der Experte. Das Kerzenwachs beinhaltet oft Stearin. Dieser Rohstoff hat oftmals Anteile von tierischen Fetten, das sind zum Beispiel Schlachtabfälle. Häufig bestehen Teelichter auch aus Paraffin. Dabei handelt es sich um ein Nebenprodukt bei der Erdölverarbeitung. Erdöl ist eine begrenzte Ressource und soll einen maßgeblichen Anteil bei der Klimakrise haben. Als Alternative gilt Bienenwachs – ohne Zweifel eine umweltfreundlichere Variante. “Ein natürliches Produkt, man kann es aber eher nicht als Massenmaterial einsetzen”, sagt Jorde.

Welche Teelichter soll ich kaufen?

Und jetzt? Finger weg von Teelichtern? Der Experte bringt ein bisschen Licht ins Dunkel: “Achten Sie auf das RAL-Gütezeichen.” Hierbei handelt es sich um ein kleines Zeichen auf der Verpackung der Teelichter. Kerzen mit diesem Siegel werden auf Inhaltsstoffe, Brenndauer sowie Brennverhalten geprüft. So habe man zumindest Gewissheit, dass es sich um ein sorgfältig hergestelltes Teelicht handele. Ganz wichtig: Das Teelicht sollte kein Schälchen aus Aluminium haben. “Im Zweifel ist Kunststoff die bessere Wahl. Als Einwegmaterial ist Aluminium ungeeignet, ein echter Umweltkiller”, meint Jorde. Doch er gibt auch zu: “Die eine, supertolle Ökokerze gibt es bei Teelichtern nicht”. Stattdessen gelte auch hier: Weniger ist mehr. “Verwenden Sie bewusst weniger Teelichter und nicht so, als handele es sich hier um einen Verschleißartikel”, so Jorde. Wichtig sei auch, beim Gebrauch der Teelichter immer viel zu lüften sowie immer auf die Brandschutzhinweise zu achten. Denn gerade in der Vorweihnachtszeit steigt die Brandgefahr in privaten Haushalten.

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