Neuer Trend in Corona-Zeiten: Angeln! Unsere Reporterin probiert es aus

Von wegen Altherren-Sport!

Angeln bekommt durch die Corona-Krise einen richtigen Aufwind – immer mehr Menschen (vor allem junge!) interessieren sich für dieses Hobby. Das bestätigt uns auch der Deutsche Angelfischer Verband: “Die Berichte von Verbänden, Angelvereinen und Kartenverkaufsstellen sprechen eine deutliche Sprache: Das Interesse am Angeln ist seit Ausbruch der Pandemie im Vergleich zum Vorjahr enorm gestiegen. Dieser Trend lässt sich in ganz Europa beobachten”, so  Pressesprecher Oliver Lindner zu RTL. Angeln ist sehr vielfältig und braucht auch eine Menge Know-how. RTL-Reporterin Lisa hat ihre ersten Angel-Versuche mit Dominic gewagt. Er filmt sein Hobby mit Kumpel Flo und ist damit bei Youtube unterwegs. Wie Lisas erste Angelstunde lief, das sehen Sie im Video. Dafür hat sie übrigens als Bremer Bürgerin mit einem “Stockangelschein” geangelt. Den bekommt jeder gemeldete Einwohner für 32 Euro und darf damit in bestimmten Bereichen angeln.

Angler haben oft keinen guten Ruf – dabei haben gute Angler viel Ahnung

Alte Herren mit Weste oder Tierquäler. Das sind die gängigen Angler-Vorurteile. Natürlich gibt es wie überall auch beim Angeln schwarze Schafe – doch beim Angeln sollte es eben nicht nur um den Adrenalin-Kick gehen, wenn ein Fisch am Haken hängt, sondern eben einen ganz besonderen Bezug zur Natur herstellen. Schließlich kann das Gefangene auch gegessen werden! Deswegen sollte jeder, der gerne richtig angeln will, sich die Zeit und das Geld nehmen, eine Fischerprüfung abzulegen. Damit weißt man nach, dass man die Sachkunde im Fischen bestanden hat. Der Angelschein oder Fischereischein ist dabei in vielen Bundesländern die Vorraussetzung, Angeln gehen zu dürfen. Die Kosten variieren zwischen 150 – 450 Euro, wenn man die Vorbereitungskurse dazu zählt.

Warum ist das so wichtig?

Die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten, denn es gibt viele Situationen beim Angeln, die einen Laien vor Probleme stellen können. Wenn etwa ein Fisch an der Angel hängt, muss dieser “waidgerecht” getötet werden. Dabei wird der Fisch zuerst mit gezielten Schlägen auf den Kopf betäubt und danach mit einem Herz-oder Kiemenstich getötet. Das soll zu langes Leiden der Tiere verhindern. Bei der sogenannten Catch&Release-Methode werden gehakte Fische wieder zurück ins Wasser gesetzt. Auch dieses Verfahren steht immer wieder in der Kritik. Wer sich für die Fischerprüfung vorbereitet, lernt auch, wann Schonzeiten für Fische gelten und neben den wichtigsten Dingen zum Fischfang und Gerätekunde auch Aspekte um Tier-und Umweltschutz. Außerdem ist Angeln sogar umweltbewusst: “In Bezug auf negative Umweltauswirkungen (Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Überdüngungs- und Versauerungspotential) weist ein selbstgefangener Fisch aus heimischen Gewässern mitunter eine bessere Bilanz auf als der Anbau von Gemüse”, schreibt uns der Deutsche Angelfischerverband.

Angel und Action

Während das sogenannte Plumps-Angeln wohl die gemächlichste Angelform ist (Auswerfen, Sitzen, Warten…) gibt es noch ganz unterschiedliche Angel-Arten wie etwa das Spinnfischen auf Raubfische wie Hechte oder auch das Fliegenfischen. Hier muss man deutlich aktiver werden. Zum Start reicht aber ein ganz einfaches Angel-Set. Dafür lässt man sich am besten in einem Fachgeschäft beraten. Günstige Sets starten bereits bei 100 Euro.

Very important Angler

Zur Corona-Krise kommt noch ein weiterer Aspekt, der Angeln gerade so sexy macht: Immer mehr Promis greifen zur Route, wie etwa Marteria, der sogar eine eigene Instagram-Seite seinem Hobby widmet.

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